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Mobile Gastronomie — Facebook & Restaurant Apps

Die mobile Gas­tro­no­mie in direk­ter Kundennähe

Die mobile Gas­tro­no­mie ist ein wich­ti­ges und bekann­tes Ele­ment für die Bran­che. Doch hier sol­len ein­zelne Kate­go­rien noch ein­mal prä­zise zusam­men­ge­fasst wer­den — mit einem ent­schei­den­den Erkennt­nis­schwer­punkt. Näm­lich tat­säch­lich mobil prä­sent ist, wer die Kun­den dort erreicht, wo sie sich tag­täg­lich mit Hilfe unter­schied­li­cher End­ge­räte auf­hal­ten: Im Inter­net. Genauer: Der Gast ist nicht nur per PC und Lap­top, son­dern über das Handy, das iPad und Smart­phone erreich­bar. Dies leis­ten Soziale Medien wie Face­book, aber auch so man­ches Chat-Programm, wel­ches bereits direkt über das Handy auf­ge­ru­fen wer­den kann. 

Mobile Gas­tro­no­mie im Inter­net­zeit­al­ter“ ist zunächst eine Kurz­for­mel für die Beob­ach­tung, dass der Mensch und Kunde des 21. Jahr­hun­derts in sei­nem all­täg­li­chen Infor­ma­ti­ons­ver­hal­ten nicht mehr von Fern­se­hen oder Print­me­dien in einer Weise abhängt, wie dies noch vor einem Jahr­zehnt der Fall war. Chat­ten und die E-Mail als Form, soziale Netz­werke zu pfle­gen, ist für eine breite Palette an Alters­stu­fen zu einem selbst­ver­ständ­li­chen Bestand­teil des All­tags gewor­den. Dies betrifft sowohl pri­vate Kon­takte als auch die Pflege dienst­li­cher Korrespondenz. 

Der Gas­tro­nom im Netz­werk — auf dem sozia­len Por­tal und im Chatraum

Fol­ge­rich­tig nutzt eine mobile Küche dann voll­stän­dig ihre Umsatz-Chancen, wenn Kun­den ihre Bestel­lun­gen mobil, näm­lich bereits von unter­wegs aus schrift­lich täti­gen kön­nen. Ver­schie­dene – kos­ten­lose — Mög­lich­kei­ten sind für die mobile Gas­tro­no­mie hier schon ohne wei­tere Instal­la­tio­nen verfügbar: 

a) ein rei­ner „Bestell-Account“ des Restau­rants über ein sozia­les Netzwerk. 

Wenn ein Kunde mit sei­nem mobi­len End­ge­rät ohne­hin über Stun­den hin­weg auch außer­halb sei­ner Woh­nung im „Face­book“-Por­tal ein­ge­loggt bleibt, zieht er völ­lig impuls­haft die mobile Küche vor, die über die­sen Weg auch tat­säch­lich einen Bestell-Service anbie­tet. Eine E-Mail über Face­book zu ver­sen­den und 20 Minu­ten spä­ter die zube­rei­tete Pizza im Restau­rant vor­zu­fin­den – so etwas wird als Kun­den­ser­vice posi­tiv gewer­tet. Dies betrifft natür­lich auch die mobile Gas­tro­no­mie im wei­te­ren Sinne: Vor der Abfahrt vom Arbeits­platz lässt sich über das Smart­phone der Piz­za­bote zu einer bestimm­ten Zeit nach Hause bestel­len. Gerade dies betrifft sicher­lich auch die fol­gen­den Möglichkeiten. 

b) eine bestimmte „Chat-Adresse“ des Restau­rants – aus­schließ­lich für Bestellungen.

Am bekann­tes­ten und belieb­tes­ten ist sicher­lich der „Win­dows Live Mes­sen­ger“ oder ein „Googlemail-Account“ unter vie­len Kun­den. Auch Prepaid-Handys sind auf einen leich­ten Zugang zu genau die­sen Pro­vi­dern pro­gram­miert – eine mobile Küche, wel­che über die­sen Weg Bestel­lun­gen annimmt, passt sich den gegen­wär­ti­gen Gesetz­mä­ßig­kei­ten der schnel­len Kom­mu­ni­ka­tion an. In die­sem Zusam­men­hang bie­tet sich eine leicht merk­bare E-Mail-Adresse mit mög­lichst weni­gen Buch­sta­ben an – so sind Kun­den gerne bereit, auch E-Mails zu schrei­ben. Auch Soziale Medien wie Face­book ver­fü­gen über inte­grierte Chat­sys­teme, die unbe­dingt zur Bestel­l­an­nahme genutzt wer­den können. 

c) der per­sön­li­che „Chat-Client“ für die mobile Küche auf der unter­neh­mens­ei­ge­nen Webseite. 

Besucht ein Kunde die Web­seite eines Restau­rants oder ins­be­son­dere die eines Lie­fer­ser­vices, soll die Bestel­lung „schnell“ gehen. Dies ist sicher­lich zum einen über ein Online-Shop-System zu rea­li­sie­ren. Doch ins­be­son­dere maß­ge­schnei­dert für Han­dys ist der Chat-Client über die Unter­neh­mens­web­seite, über die die Kun­den­da­ten, die Menü-Nummer und eine zeit­li­che Ori­en­tie­rung aus­ge­tauscht wer­den kön­nen. Dies erfolgt in weni­gen Zei­len, mit jedem End­ge­rät, in weni­gen Sekunden. 

d) die Bestel­lung per SMS.

Die mög­li­cher­weise ein­fachste Anwen­dung für die mobile Gas­tro­no­mie ist die Bestel­lung per SMS. Hier ste­hen dem Anbie­ter unter­schied­li­che Varia­tio­nen zur Ver­fü­gung: Natür­lich kann ein Restau­rant­be­sit­zer sich die Kun­den­be­stel­lun­gen auch auf ein eigens dafür ein­ge­rich­te­tes Mobil­te­le­fon rich­ten las­sen. Doch ebenso loh­nen sich „SMS an E-Mail“-Anwendungen, die sich sei­tens des Gas­tro­no­men ein­rich­ten las­sen. Auch fünf­stel­lige Sonder-SMS-Nummern kön­nen vom End­an­bie­ter auch zu sehr gerin­gen Prei­sen ange­wählt wer­den. Dies lässt sich ein­schlä­gig recher­chie­ren und ist ohne grö­ße­ren Auf­wand eine wich­tige Stra­te­gie für die mobile Küche. Auch Face­book lässt sich völ­lig per SMS bedienen. 

e) bei meh­re­ren Filia­len bie­tet sich ein mobi­ler Geschenkgutschein-Service an. 

Geschenke sind seit jeher Sym­bol und Aus­druck für die Mit­tei­lung posi­ti­ver Akzente. Ver­fügt ein Gas­tro­nom nun über meh­rere Filia­len, lohnt sich das Ange­bot von Geschenk­gut­schrif­ten, die in allen Nie­der­lass­sun­gen glei­cher­ma­ßen ein­zu­lö­sen sind. Auch diese Bonus­punkte las­sen sich auf das Handy des Beschenk­ten per SMS über­tra­gen – per „Geschenkcode“. 

Kun­den­auf­lauf per Face­book — die effi­zi­ente Zukunft der Gas­tro­no­mie liegt in der mobi­len Technologie

Kurzum: Mobile Gas­tro­no­mie defi­niert sich durch mobile Kun­den­nähe. Die mobile Küche bewegt sich auf den Gast zu, prä­sen­tiert sich kom­mu­ni­ka­tiv und weit­hin sicht­bar im Inter­net und ermög­licht hier eine hohe Kun­den­zu­frie­den­heit. Diese wird wie­derum auf den ent­spre­chen­den Inter­net­fo­ren zum Aus­druck gebracht. Wer die posi­tivs­ten Bewer­tun­gen erhält, setzt sich gegen Mit­be­wer­ber durch – gerade auf einem Markt, in wel­chem die über einen Lie­fer­ser­vice ange­bo­te­nen Mahl­zei­ten sich ähneln. Wer es jedoch schafft, sich durch die Kom­mu­ni­ka­tion über Soziale Medien in eine deut­li­che All­tags­nähe sei­ner poten­ti­el­len Gäste zu ver­set­zen, wird mit sei­nem Fir­men­na­men zu einem fes­ten Begriff. Dies betrifft bei wei­tem nicht nur die örtli­che Umge­bung – son­dern ein leicht zu bedie­nen­der Bestell­ser­vice spricht sich herum, etwa unter „Face­book“-Freun­den. Gerade die­ses Por­tal ist schon häu­fi­ger dazu genutzt wor­den, mehr oder weni­ger spon­tan öffent­li­che Kund­ge­bun­gen zu orga­ni­sie­ren. Bei einem hohen Bequem­lich­keits­fak­tor kann es ein Restau­rant errei­chen, dass sich ganze Gäs­te­g­rup­pen zur sel­ben Zeit ankündigen.

Sicher­lich ergibt sich hier auch die Anfor­de­rung an Restaurant-Mitarbeiter, diese Text­be­stel­lun­gen stän­dig zu über­wa­chen und ent­spre­chende Dia­loge zu bestä­ti­gen. Doch dies ist letz­ten Endes ledig­lich eine Fort­ent­wick­lung der tele­fo­ni­schen und per­sön­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kom­pe­tenz, die im gas­tro­no­mi­schen Bereich seit jeher bereits eine beson­dere Form ein­nimmt. Die Betreu­ung sozia­ler Medi­en­fo­ren oder –tech­no­lo­gien lässt sich somit voll­stän­dig vom Mit­ar­bei­ter­stamm bedie­nen — Fremd­agen­tu­ren oder Wer­be­etats wer­den durch das Prin­zip der sozia­len Medien voll­stän­dig vermieden.

Spe­zi­elle Soft­ware für den mobi­len Gas­tro­no­men

Mobile Gas­tro­no­mie – die­ser Begriff hat mit der Ent­wick­lung des „Web 2.0“, näm­lich des inter­ak­ti­ven Inter­nets eine Bedeu­tungs­er­wei­te­rung erfah­ren. Ehe­dem kannte man die mobile Küche als „Essen auf Rädern“, als „Event-Gastronomie“ oder im Zusam­men­hang mit dem tele­fo­ni­schen Bestel­l­an­nah­me­ser­vice für Essens­lie­fe­run­gen oder Tisch­re­ser­vie­run­gen. All dies befin­det sich sicher­lich auch im 21. Jahr­hun­dert noch im Rah­men gas­tro­no­mi­scher Dienst­leis­tun­gen. Doch wenn Restaurant-Unternehmer sich der kom­mu­ni­ka­ti­ven Mobi­li­tät ihrer Gäste anpas­sen – und dies auf pro­fes­sio­nell aus­ge­feil­tem Niveau – erfüllt der Begriff der „mobi­len Gas­tro­no­mie“ oder der „mobi­len Küche“ sei­nen voll­stän­di­gen Inhalt in der heu­ti­gen Zeit. Dies wird umso mehr deut­lich, als dass Software-Entwickler sich gerade den Bedürf­nis­sen der Gas­tro­no­mie anpassen:

www.flywai.com

Bei „fly­wai“ han­delt es sich um eine digi­tale Spei­se­karte, die auf mobi­len End­ge­rä­ten instal­liert wer­den kann. Jeder Restaurant-Unternehmer kann die gesamte Palette sei­nes Ange­bots über diese Soft­ware für die Nut­zer von Smart­pho­nes und ande­ren Gerä­ten sicht­bar prä­sen­tie­ren – und umge­kehrt las­sen sich vom Tisch im Lokal direkt (oder von zu Hause aus) sämt­li­che Bestel­lun­gen pro­blem­los abwi­ckeln. Diese erschei­nen auf einem Moni­tor im Restau­rant, sodass das Ser­vice­per­so­nal infor­miert wird. Unbe­ding­ter Vor­teil gerade die­ser Soft­ware: Durch eine mul­ti­lin­guale Benut­zer­ober­flä­che kann „fly­wai“ (the „fly­ing wai­ter“) ohne Sprach­bar­riere von Per­so­nen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund oder Rei­sen­den bedient werden. 

www.lunchpin.com

Bei „lunch­pin“ han­delt es sich um eine mobile Spei­se­karte, unter der End­kun­den per Smart­phone und mobi­len Brow­sern, aber auch z. B. per Face­book die Spei­se­karte eines Gas­tro­no­men zur Bestel­lung her­an­zie­hen können.

www.10stamps.de

Gut­schein­kar­ten vom Bäcker kennt man – für jedes fri­sche Brot erhält man einen Stem­pel, beim 10. Mal eines kos­ten­los. Ent­spre­chend nun ope­riert die Appli­ka­tion von „10stamps“. Eine visu­elle Stem­pel­karte kann nun jeder Gas­tro­nom für sich ein­rich­ten – ohne gedruck­tes Papier, jedoch per Bild­schirm führt man die­ses Prin­zip über Smart­pho­nes, Han­dys und das Inter­net selbst weiter.

www.thispls.com

Bei „thi­sPLS“ han­delt es sich um ein web­ba­sier­tes Sys­tem, wel­ches es nach den Prin­zi­pien des „Social Web“ Gäs­ten ermög­licht, vom Handy aus direkt eine Restaurant-Bestellung auf­zu­ge­ben und auch bezah­len zu können. 

www.storific.com

Mit die­ser Anwen­dung nun kann ein Gast bestel­len, wenn er sich direkt im Lokal befin­det. Es ent­fällt völ­lig, auch in einem über­füll­ten Lokal zwecks Bestel­l­an­nahme auf einen Kell­ner zu war­ten. Im Netz­werk aktiv ist diese Appli­ka­tion zunächst in Kanada, den USA, Frank­reich und Ita­lien – es hängt von den deut­schen Gas­tro­no­men selbst ab, wann und wie­weit eine bun­des­weite Nut­zung sich aus­brei­ten kann.

Natür­lich ent­hält diese Auf­zäh­lung kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit — und spie­gelt in ihrem Ansatz den Stand 02/2012 wie­der. Doch die Kom­mu­ni­ka­tion die­ser Ideen ist wich­tig, gerade auch auf die­sem Blog. Ent­wick­lun­gen die­ser und ande­rer Anbie­ter sind in rascher Folge zu erwar­ten — für Gas­tro­no­men ergibt sich durch sol­che und ähnli­che Anwen­dun­gen eine zuvor nie gekannte Ziel­grup­pen­streu­ung und Kundennähe.

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