Die gepflegte Webseite und die dialogorientierte Präsenz auf den sozialen Medien sind wichtige Faktoren des Unternehmenserfolges. Doch das ist noch nicht alles: Elementar ist
auch das professionelle Führen eines Blogs. Dieser dient vor allem dazu, Ihren Ruf als Experten innerhalb der Gastronomie aufzubauen, zu stabilisieren und gegenüber Mitbewerbern dominant zu halten. Der Begriff „Blog“ hat sich mit der Bedeutung des „Internettagebuchs“ im Bewusstsein des Online-Publikums etabliert – Sie fahren hingegen gut, wenn Sie Ihren Blog als Fachmagazin betrachten und auch so gestalten wollen. Mit einer solchen Haltung können Sie es schaffen, Ihre Artikel mit dem begründeten Ruf einflussreicher Fachliteratur verbreiten zu können. In dem Diskurs über die Bedeutung der sozialen Medienlandschaft für die Gastronomie bleibt es wichtig, soziale Medien zu nutzen und somit Kosten zu sparen, Kundennähe zu halten sowie neue Zielgruppen zu erschließen. Doch das „richtige Bloggen“ ist ein wichtiges Element des großen Ganzen – und kann sogar in Zeiten saisonal bedingter Gästerückgänge den Ruf Ihres Betriebes aufrecht erhalten.
1. Erschließen Sie die Interessen Ihres Publikums
Ihr Blog erzeugt dann am meisten Traffic, wenn er sich mit den Themen auseinandersetzt, für den sich die Mehrheit Ihres Publikums interessiert. Dies können Sie leicht herausfinden: Nutzen Sie hin und wieder die Software beispielsweise der Seite SurveyMonkey.com, um Umfragen zu gestalten. Schreiben Sie Blogeinträge im Sinne Ihrer Leser, dann werden Sie und Ihr Name umso öfter weiter empfohlen und Ihre Blogeinträge finden den Weg über ungezählte Accounts, E-Mails und Pinnwände. Eine einzige dieser Umfragen in jedem halben Jahr ermöglicht es Ihnen, sich ein vielfältiges Archiv an Blogthemen zu sichern – was jenseits aller Aktualität dem gewissermaßen zeitlosen Interesse Ihrer Leser und Follower entspricht. „Welche Frage möchten Sie im Zusammenhang mit dem Gastronomiebetrieb oder zum Thema “Nahrungsmittel” am dringendsten beantwortet wissen?“ – dieser Umfrageanreiz genügt Ihnen völlig, um Ihre Leser aktiv zu beteiligen und über einen langen Zeitraum hinweg nur das zu schreiben, was sich über Ihre eigenen Erkenntnisse hinaus zum Dauerfavoriten gestaltet.
2. Ein gutes Thema wird zum „roten Faden“ vieler Texte
Natürlich ist es nicht nur ein Blogeintrag allein, den Sie mit einem einzigen Thema erschaffen können. Sondern es sind gleich mindestens vier oder fünf Texte, die sich auf die beliebtesten Themenvorschläge beziehen lassen. Dies funktioniert etwa beim Thema „gesunde Ernährung“ wie folgt (die Abstraktionen in den Klammern lassen sich auf jedes Thema anwenden):
a) Neue Forschungsergebnisse zu tageszeitorientierter Ernährung
(Vermittlung von Basiswissen anhand aktueller Entwicklungen)
b) Die meisten Fehlmeinungen über gesunde Ernährung
(Richtigstellung verbreiteter Missverständnisse)
c) Der Gesundheitswert Ihrer Speisekarte
(Inwieweit kombinieren Sie in Ihrem Unternehmen Theoriewissen und Handlungskompetenz?)
d) Wie bereiten Sie konkrete Gerichte zu?
(Ein Video oder eine interessant kommentierte Bildabfolge prägen sich umso deutlicher ein.)
e) Unterschiedliche Kulturen haben verschiedene Konzepte für die gesunde Ernährung
(Jedes Thema hat völlig verschiedene Blickwinkel.)
Schon durch diese Art von Vielfalt ist Ihnen eine kontinuierliche Aufmerksamkeit eines regelmäßigen Publikums sicher — die oben genannte Aufzählung lässt sich noch fortführen: Der einzigen Frage eines Lesers lassen sich mindestens zehn Blogartikel zuordnen, die ihn gleichermaßen interessieren und zum häufigen Besucher Ihres Blogs (und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Ihres Hauses) machen.
3. Viele „Köche“ — viele Zielgruppen
Viele „Köche“ verderben möglicherweise dann etwas, wenn keiner eine andere Meinung zulässt. Doch heutzutage weiß man es besser: Nicht derjenige überzeugt sein Publikum, der sich selbst in den Vordergrund spielen möchte. Sondern auf die Sachdienlichkeit und den Mehrwert von Produkten, Dienstleistungen und Texten kommt es den Kunden aller Branchen an – und die Aufgabe eines Blogs ist es somit, optimal, vielfältig und nutzbringend zu informieren. Haben Sie den Mut, als Betreiber in den Hintergrund zu treten – und verschiedene Autoren auf Ihren Internetseiten zu Wort kommen zu lassen. Mitarbeiter, Familienmitglieder, Kollegen, kompetente Bekannte – sogar versierte Leser: Sie alle formulieren und ordnen Texte anders und können auf völlig unterschiedliches Einzelwissen zum selben Thema zurückgreifen. Ob es sich um eigene Erfahrungen oder Theoriekonzepte handelt, um verschiedenste Arbeitsplätze oder biographische Prägungen: Jeder Autor fügt sich mit seinem individuellen Hintergrund und seiner spezifischen Kompetenz in Ihr „Blog-Team“ ein, Sie überzeugen gewissermaßen als “Herausgeber”. Jede Fernsehsendung, jedes regelmäßig erscheinende Printmedium nutzt die Fähigkeit verschiedener Schreiber, Redakteure und Editoren, um Beiträge zum selben Thema durchgehend spannend und überzeugend zu gestalten. Dieses Prinzip gilt auch für Ihren Blog – tatsächlich ergeben sich noch weitere Vorteile:
— Sie präsentieren Authentizität und behalten auf lange Sicht Glaubwürdigkeit, wenn Sie nicht Ihre Person als alleinige Autorität zu Ihren Themen darstellen.
— Auf Ihnen lastet nicht alle Arbeit selbst – wenn sich Autoren abwechseln, ist ein wöchentlicher oder noch häufigerer Blogbeitrag ohne Mühe machbar.
— Die Beiträge verschiedener Autoren bringen Sie auf Ideen: Inhaltlich neue Aspekte lassen sich stets zu weiteren, kompletten Artikeln zum Thema entwickeln.
— Gastautoren mit eigenen Internetpräsenzen werden dort für ihren Artikel – und Ihre Seite(!) – werben.
— Je mehr Fachtexter Sie einbeziehen, desto mehr Verbindungen schaffen Sie für sich selbst – wenn Sie im Netzwerk agieren, sind Sie schneller als Ihre Mitbewerber.
4. Soziale Sharing-Optionen nicht vergessen!
Es reicht nicht, Beiträge zu schreiben, um gefunden zu werden. Wie auf diesem Blog erkennbar: Ermöglichen Sie, dass per Einzelklick jeder Artikel von Ihren Seiten aus auf den unterschiedlichsten sozialen Portalen direkt gepostet werden kann. Facebook, Twitter, LinkedIn, Google+ sind nur die vier wichtigsten; mittlerweile gibt es so viele soziale Netzwerke, dass Sie mit jeder Veröffentlichung eines hinzufügen können. Finden Sie Autoren anderer Sprachen, hat dies noch eine weitere Vervielfältigungswirkung — und es ergeben sich noch mehr Sharing-Optionen.
5. Sammeln Sie Abonnenten!
Die meisten Leser, die aus Zufall oder aufgrund Ihrer hohen Position auf den Suchergebnissen auf Ihre Seite geraten, kommen nicht wieder. Die Flut der täglich neuen Internet-Reize vermeidet dies geradezu. Anders gesagt: Die Mehrheit aller Ihrer Leser sind überhaupt zum ersten Mal auf Ihrer Seite. Wenn Sie jedoch unter jedem Blogeintrag die Möglichkeit einrichten, man möge sich für Ihren Newsletter anmelden, wird diese auch gerne und gezielt wahrgenommen. Auf genau diese Weise festigen Sie Ihren Alltagswert für jeden neuen Leser — er liest Ihre E-Mails, erinnert sich an Sie und sucht wegen der dort vorhandenen Verlinkungen Ihre Seite nun doch wiederholt auf. Hierdurch wird „Traffic“ generiert und Ihre Seite wird wiederum für Suchmaschinen noch attraktiver. Natürlich werden E-Mails auch an Freunde weitergeleitet und ebenfalls werden aus häufigen Lesern sogar Gäste.
