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Neue Gastronomie Konzepte für das digitalisierte Zeitalter

Die intui­tive Bedie­nung von Fahr­kar­ten– oder Geld­au­to­ma­ten, aber auch von Bord­com­pu­tern macht die Begeg­nung von Mensch und Tech­nik schon seit eini­gen Jah­ren zu einer sinn­vol­len und wirt­schaft­li­chen Ver­ein­fa­chung des All­tags. Doch erst seit 2011 hat die­ses Prin­zip auch als moder­nes Bei­spiel für ein bahn­bre­chen­des Gas­tro­no­mie Kon­zept Ein­zug gehal­ten. Die Rede ist von Steve Jobs, von Apple, vom iPad. Ein sol­ches Gerät näm­lich steht jedem Gast im „Tableau“ zur Ver­fü­gung. Direkt vom Tisch aus kön­nen Gäste sich in die­ser Lon­do­ner Loka­li­tät die digi­tale Spei­se­karte ein­blen­den lassen.

Die über­sicht­li­che und trans­pa­rente Spei­se­karte

Jeder Menü­punkt lässt sich in Form einer lebens­ech­ten Foto­gra­fie auf dem Bild­schirm betrach­ten. Der Bestell­vor­gang grün­det sich bei die­sem Mus­ter moder­ner Gas­tro­no­mie Kon­zepte somit nicht mehr auf die kon­ven­tio­nelle Idee, eine Spei­se­karte mit einer gelenk­ten Absicht zu gestal­ten. Der kri­ti­sche Gast hatte es längst ver­stan­den, dass das Lay­out in gedruck­ten Spei­se­kar­ten stets auf kon­kre­ten Auf­for­de­rungs­ab­sich­ten grün­det – augen­fäl­li­gere Menüs mit fett gedruck­ten Zei­len sol­len vor­zugs­weise bestellt wer­den, man­che Preise wer­den bewusst klei­ner gesetzt. Dies ist jedoch im Zeit­al­ter der digi­ta­len Spei­se­karte nicht mehr der Fall – hier ist jedes Gericht glei­cher­ma­ßen mit allen Anga­ben gleich­be­rech­tig und groß­for­ma­tig anwähl­bar. Der Vor­teil: Direkt nach der Ankunft im Restau­rant kann der Gast bestel­len. Die vor­he­rige Abfrage durch den Kell­ner ent­fällt – es han­delt sich somit um ein Kon­zept für die Gas­tro­no­mie, wel­ches min­des­tens 10 bis 20 Minu­ten Zeit spart. Mit weni­gen Klicks gestal­tet sich eine Bestel­lung, direkt live kann sich der Gast die Zube­rei­tung der bestell­ten Gerichte aus der Küche auf den Moni­tor sei­nes Platz­com­pu­ters strea­men lassen.

Der Restau­rant­be­such im Zei­chen der effi­zi­en­ten Bestel­lung und bewuss­ten Ernäh­rung

Ein wei­te­rer Vor­teil bei die­sem Gas­tro­no­mie Kon­zept: Gas­tro­no­men erstel­len im Vor­feld eine detail­lierte Inhalts– und Kalo­ri­en­an­gabe der Mahl­zei­ten – diese Daten kön­nen bequem von jedem Gäste-iPad direkt am Platz abge­ru­fen wer­den. Jeder Gas­tro­nom bestimmt in die­sem Zusam­men­hang selbst den Infor­ma­ti­ons­um­fang für seine Gäste – gleich­zei­tig wird auch die Mög­lich­keit gege­ben, das Essen über das Inter­net zu bewer­ten. So kön­nen auch Vege­ta­rier oder Lebens­mit­tel­all­er­gi­ker direkt per Stich– oder Schlag­wort­su­che ein Spei­se­kar­ten­an­ge­bot von 100 und mehr Gerich­ten inner­halb von Sekun­den durch­su­chen – als Folge kön­nen Gas­tro­no­men über den Tag hin­weg weit mehr Bestel­lun­gen ver­ar­bei­ten, als dies ent­spre­chend mit einer zehn­sei­ti­gen DIN A4-Speisekarte mög­lich gewe­sen wäre. Auch hier wird Zeit gespart und Umsatz gewon­nen. So ein ele­gan­ter Ser­vice spricht sich herum – und gene­riert wei­tere Kunden.

Das iPad am Gäs­te­platz: Wer­be­träch­tig und lange betriebs­be­reit

Eine wei­tere, jedoch sicher­lich nicht durch­gän­gig rea­li­sier­bare Idee ist die Option, den iPad als Tel­ler zu nut­zen. Es ist dies ein wer­be­wirk­sa­mer „Gag“, der auch von dem oben erwähn­ten Restau­rant in der bri­ti­schen Haupt­stadt so gut als mög­lich aus­ge­schöpft wird – nur bei äußerst fes­ter Nah­rung, ver­steht sich. Eben­falls ist ein iPad natür­lich nicht gegen Besteck wider­stands­fä­hig. Dass das Auge mitisst, beginnt bei die­ser Tech­no­lo­gie schon am Bild­schirm – ein wesent­li­ches Ele­ment bei die­sem Gas­tro­no­mie Kon­zept. Gut für den Gas­tro­no­men: Jedes Gerät kann durch den Apps­tore (rund 8.500 Apps) indi­vi­du­ell kon­fi­gu­riert wer­den – jede Spe­zi­al­bran­che hat hier­durch eine hoch­per­so­na­li­sierte Werbe– und Bestell­platt­form zur Ver­fü­gung. Der Akku eines iPads deckt übri­gens die gesamte Tagesöff­nungs­zeit eines Geschäf­tes ab: Der Her­stel­ler garan­tiert 10 Stun­den volle Betriebszeit.

Kein Ein­zel­fall mehr: Die digi­tale Bestel­lung wird zum Stan­dard

Die Selbst­be­stim­mung des Gas­tes steigt mit die­sem neu­ar­ti­gen Gas­tro­no­mie Kon­zept. Inti­mes Ambi­ente, sorg­fäl­tig aus­ge­wählte Menüs und aus­ge­reifte Tech­no­lo­gie tref­fen auf­ein­an­der. Das Sys­tem über­zeugt immer mehr Restaurant-Unternehmer: In Ber­lin, Bonn, Wies­ba­den, Saar­brü­cken, Ham­burg, Mün­chen, Essen, Düs­sel­dorf und ande­ren deut­schen Groß­städ­ten haben Gas­tro­no­men längst begon­nen, mit die­sem Restau­rant Kon­zept ihre Gäste in das 21. Jahr­hun­dert ein­zu­füh­ren. Wie­der ein­mal, Mitte März 2012, macht eine wei­tere Ver­sion des iPads von sich reden – wie­der ein­mal gibt dies Betrie­ben die Chance, den Stan­dard für die Gäs­te­be­treu­ung zu erhö­hen. In Restau­rants lässt sich das Tisch-iPad als Bestell­ser­vice in aller Pri­vat­sphäre nut­zen, in Hotels kann ein Gerät für Nut­zung des Inter­nets inner­halb des Hau­ses ver­lie­hen wer­den. Auch dies geschieht bereits ver­ein­zelt; der Zim­mer­ser­vice ver­la­gert sich voll­stän­dig auf die digi­tale Ebene und es ist mög­lich, dass die Tele­fon­lei­tun­gen hier­bei ent­las­tet werden.

Appli­ka­tio­nen sind für jede Spe­zi­al­gas­tro­no­mie mög­lich

Seit 2010 ist diese Stra­te­gie von Gas­tro­no­men zu beob­ach­ten, zunächst waren dies Städte in den USA, auch in Aus­tra­lien und in den euro­päi­schen Filia­len der japa­ni­schen Restaurant-Kette Oki­nii ist dies heute, 2012, Stan­dard. Inter­es­sant auch die Opti­mie­rung im „Chi­cago Cut“, einem geho­be­nen Restau­rant in der gleich­na­mi­gen Stadt. Die­ses ver­fügt über einen Wein­kel­ler mit 750 Sor­ten. Gäste kön­nen per iPad die gesamte Ange­bots­pa­lette durch­su­chen – und bekom­men im Zuge der Ent­schei­dungs­fin­dung ver­grö­ßerte Foto­gra­fien von den Fla­schene­ti­ket­ten ange­zeigt. Die Suche ver­läuft somit auch für den Exper­ten gezielt und für den Gas­tro­no­men erfolg­reich: Inner­halb nur weni­ger Monate nach Ein­füh­rung die­ses Ser­vice konnte in die­sem Restau­rant eine Umsatz­stei­ge­rung von 20 Pro­zent ver­zeich­net wer­den. In die­sem Fall erweist es sich für die Gäste sicher­lich noch als bemer­kens­wert, dass der iPad neben der Anzeige einer Wein­sorte gleich den Google-Map-Kartenausschnitt des Win­zers ein­blen­det. Dies ist nur ein Bei­spiel der umfang­rei­chen Per­so­na­li­sie­rungs­op­tio­nen – wenn man, wie in Chi­cago, noch mit einer Software-Firma zusam­men­ar­bei­tet, eröff­nen sich durch das iPad unge­ahnte Mög­lich­kei­ten. Natür­lich auch jene, einen Alarm aus­zu­lö­sen, wenn ein Gast das Gerät unauf­fäl­lig mit­neh­men möchte.

Fazit: Der iPad ist wie für die Gas­tro­no­mie geschaf­fen

Seit Jahr­hun­der­ten schon war­tet der Gast auf die Mög­lich­keit, das Ange­bot eines Restau­rants mög­lichst über­sicht­lich wahr­neh­men zu kön­nen. Auch kennt man das Pro­blem bei einem über­füll­ten Tisch, dass nicht jeder Anwe­sende genü­gend Zeit, Ruhe und Bewe­gungs­frei­heit erhält, sich das Gericht sei­ner Wahl wirk­lich auch aus­su­chen zu kön­nen. Viele Bestel­lun­gen erfolg­ten in die­sen Situa­tio­nen nach dem Prin­zip: „Das­selbe nehme ich auch!“ — was nicht not­wen­di­ger­weise eine gene­relle Zufrie­den­heit garantierte.

Doch der iPad für den Gast ist von der Menge der Anwe­sen­den unab­hän­gig: Mit gerings­ter Bewe­gungs­frei­heit hat der Restaurant-Besucher auch in Stoß­zei­ten die aus­führ­li­che und nut­zer­freund­lich geord­nete Wahl, die in weni­gen Momen­ten der Ruhe zur opti­ma­len und indi­vi­du­ell gepräg­ten Ent­schei­dungs­fin­dung führt. Ebenso – wie erwähnt – bie­tet ein „iPad-Hotel“ Kom­fort, Ein­deu­tig­keit und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ef­fi­zi­enz. Neu­tral und sach­lich kön­nen Anlie­gen schrift­lich, prä­zise und bequem geklärt wer­den – per­sön­li­che Begeg­nun­gen mit dem Per­so­nal erfol­gen vor die­sem Hin­ter­grund ohne Stö­rung, nur noch gelas­sen und freund­lich. Genau letz­te­res ist der gelun­gene Rah­men für Gas­tro­no­mie, so wie sie sein sollte.

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