Das Restaurant Marketing per Internet setzt sich aus einem Spektrum an durchdachten
Maßnahmen zusammen. Eine besondere Rolle nimmt hierbei der Dialog im E-Mail-Marketing ein, denn dieser geschieht nur auf Aufforderung des Interessenten selbst. Kurz gesagt: Ein Leser bzw. Kunde überlässt Ihnen freiwillig seine E-Mail-Adresse, weil dieser Vorgang für ihn von entscheidendem Nutzen ist. Dies ist (auch gesetzlich) die einzige Möglichkeit, „an E-Mail-Adressen zu kommen“. Daten dieser Art zu „kaufen“ oder zu „mieten“ ist nicht seriös – vor allem geschieht eine solche Datenerhebung nicht auf Initiative des E-Mail-Empfängers. Folglich wäre hier auch eine Reaktionsquote weit geringer. Doch der Reihe nach. Unter Erfüllung welcher Gegenleistungen erhebt man E-Mail-Adressen? Durch welche Medien geschieht dies?
1. Die Motivation für den Mailempfang
Natürlich funktioniert die Datenfreigabe nur dann, wenn Sie in Wort und Bild einem Nutzer genau erklären, wofür Sie seine E-Mail-Adresse benötigen könnten. Dies sei natürlich stets verbunden mit der ausformulierten Zusicherung, diese Daten gesetzeskonform nur für diesen angegebenen Zweck zu verwenden und sie nicht an Dritte weiterzugeben wie auch mit dem Hinweis, dass E-Mails Ihrerseits auf Aufforderung unverzüglich eingestellt werden. (Hierfür bietet sich als technisch eindeutigster Weg einen Abmeldelink in jeder Nachricht anzubieten.)
Doch wo liegt nun der richtige Impuls, eine nachhaltige Einladung von einem potentiellen E-Mail-Empfänger zu erhalten? Eines fällt jedoch nicht hierunter: Wenn ein Kunde lediglich erfährt, dass er einen Newsletter geliefert bekommt, wird er sich fragen „Was habe ich davon?“ oder gedanklich seufzen „nicht schon wieder einer!“ Eine hoch wahrscheinliche Reaktionsquote ergibt sich genau dann, wenn Ihr Leser eine sinnvolle, nachvollziehbare und für ihn selbst auch vorteilhafte Begründung für die Weitergabe privater Daten ableiten kann. Anders gesagt: Allein schon der Anlass, den Sie für Ihren E-Mail-Versand geltend machen, ist eines Ihrer Alleinstellungsmerkmale.
Ob generell im Restaurant Marketing oder nur auf Ihrer Restaurant Homepage – mit Alleinstellungsmerkmalen können Sie sich nicht gründlich und deutlich genug von Mitbewerbern abheben. „Newsletter“ versendet jeder – Sie jedoch sollen profilbetonte E-Mails eigener Art versenden. Je plausibler sich die besonderen Vorteile für den Kunden eröffnen, die er „als Gegenwert“ für seine E-Mail-Angabe gerade von Ihnen (und niemandem anderen) erhält, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er keine Spam-Adresse für Sie einrichtet oder Sie nicht in seinen Spam-Filter verweist. Sondern auf diese Weise erhalten Sie die Daten jener E-Mail-Accounts, die Ihre Kunden auch tatsächlich täglich oder stündlich abrufen – ob dienstlich oder privat. Im Folgenden werden nun einige Anreize vorgestellt, die Sie nun gleichermaßen isoliert oder kombiniert für E-Mails verwenden – und auch individuell erweitern – können.
Restaurant Marketing per E-Mail ist nicht auf den konkreten Inhalt der Rundschreiben festgelegt – es ist die regelmäßige Wiederkehr an ansprechenden E-Mails von Ihnen, auf die es hier ankommt.
Der „Recall-Effekt“ hält und bindet Ihre E-Mail-Kunden und verstärkt die Verbreitung Ihres guten Rufs. Natürlich gilt es, jede Registrierung eines Interessenten für Ihre E-Mail-Verteiler automatisch per E-Mail zu bestätigen.
a) Der demokratische Anreiz mit Mit-Mach-Garantie
Menschen mögen es, etwas möglich machen zu können. Insbesondere, wenn dies außerhalb ihres privaten Wirkungskreises der Fall ist. Jede Stimme zählt – dies kann auch direkt bei Ihrem Restaurant der Fall sein. So können Sie
- Erhebungen über die Zufriedenheit und über Kundenideen durchführen lassen.
Konkrete Fragen und Bewertungen (z. B. der „Service“ kann auf einer Skala von eins bis fünf unter der Angabe der Begründung bewertet oder Verbesserungsvorschläge beschrieben werden) können hier Gegenstand sein. Kunden geben somit ihre E-Mail-Adresse ab, um regelmäßig Umfragen über ihre Restaurantbesuche in Ihrem Hause bearbeiten zu können. Auch der Kunde, der eher zu kritisch wertet, bleibt dann Ihr Stammgast. Er rechnet nämlich damit, dass seine Stimme zählt und Sie auf seine Vorschläge in der tatsächlichen Organisation Ihres Betriebs auch früher oder später eingehen.
- Ebenso effektiv ist es in diesem Zusammenhang, Ideen für die Speisekarte entgegenzunehmen; natürlich per E-Mail.
„Sagen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse – und wir fragen nach Ihren Menüvorschlägen“. Jeder Gast fühlt sich nun motiviert, möglicherweise das Rezept seiner Wahl nun auch bei Ihnen später vorzufinden. Diese Strategie versetzt Sie in die Lage, nicht nur über familiäres Privatwissen kulinarischer Besonderheiten informiert zu werden. Sondern ebenso werden Sie gewissermaßen aus erster Hand über Ihre Mitbewerber informiert – und erfahren, was Kunden bei der Konkurrenz einmal gefallen hat und Sie noch besser machen können.
b) Geld sparen und weitere Vorteile
Immer punktet derjenige Gastronom, dessen Leistungen finanziell verträglich und nicht übertrieben erscheinen. Halten Sie Ihre Kundschaft über Sonderaktionen, Preisreduktionen und Spezialwochen unaufgefordert auf dem Laufenden – natürlich diejenigen, die Ihnen zu diesem Zweck ihre E-Mail-Adresse überlassen haben. Doch es gibt noch mehr:
- Gewähren Sie Ihren E-Mail-Empfängern besondere Rabatte.
Bieten Sie z.B. an, dass Sie wöchentlich per E-Mail mitteilen, bei welchem Gericht nun diesmal jeder 15 Prozent Rabatt erhält, dessen E-Mail-Adresse in Ihrer Datenbank registriert ist.
- Gewähren Sie grundsätzlich bei Online-Bestellungen einen Rabatt, den Kunden nicht telefonisch oder persönlich erlangen können. Dies auch und insbesondere, wenn Sie Mahlzeiten ausliefern.
Bei jeder Bestellung über Ihre Restaurant Homepage wird notwendigerweise auch die E-Mail-Adresse des Kunden verlangt. Zweck: Einerseits erhält er eine Bestätigung über die Bestellung – Restaurant Marketing wird auch hier durch Unmissverständlichkeit und das Mitspracherecht des Kunden effizient. Immerhin erhält er die Möglichkeit, seine Bestellung noch einmal zu ändern oder auf Fehlberechnungen zu überprüfen. Zugleich können Sie in der E-Mail über die Bestellungsbestätigung andere Vorteile erwähnen, die er als E-Mail-Empfänger Ihres Hauses gewährt bekommen könnte.
- Honorieren Sie Schnelligkeit.
Wer online Tische reservieren möchte, soll dies tun können. Hierfür gibt es auch ein Reservierungs-Tool, d. h. ein eigenes Reservierungsformular, der unten noch einmal erwähnt wird. Ihnen ist gedient, indem Sie über Ihre Auslastung im Voraus Bescheid wissen – und Ihren Kunden damit, eventuell eine hiermit verbundene Ermäßigung zu erhalten (und, natürlich, auf Wartezeit zum Wunschtermin verzichten zu können).
— Auch anderes ist möglich: „Club“-Mitgliedschaft und Partnerrabatte
Die Vorteilsrechte, die Sie Ihren E-Mail-Empfängern zubilligen, sind letzten Endes individuell von Ihrem Betrieb abhängig. Es können dies gewissermaßen Clubermäßigungen sein, die dauerhaft nur für „E-Mail-Kunden“ gelten und über deren Aktualisierungen Sie über Ihr Restaurant Marketing per E-Mail informieren. Oder angenommen, Sie arbeiten mit einem Firmenpartner zusammen, bei dem Ihre E-Mail-Empfänger sich auch zu Ermäßigungen oder Vorteilen (im gesamten Regional– oder Bundesgebiet womöglich) qualifizieren.
c) Spieltrieb und Gratisangebote
Natürlich soll auch der E-Mail-Empfang Ihrer Nachrichten Freude machen. So können Sie regelmäßig Gewinnspiele veranstalten, über die nur die Kunden informiert werden, die ihre E-Mail-Adresse angeben. Preise können entweder Leistungen aus Ihrem Haus enthalten (freie Mahlzeiten für zwei Personen) oder Sie können auch etwa Besuche in Wellness-Centern oder Freizeitparks verlosen. An dieser Stelle hat sich bereits die Idee bewährt, Kunden an ihrem Geburtstag mit Gutscheinen zu bedenken. Voraussetzung: Der Interessent gebe seine E-Mail-Daten und sein Geburtsdatum (auch ohne Jahreszahl) an. So kann er über verschiedene „Präsent-Optionen“ informiert werden.
d) Exklusiv-Infos
Dieser Punkt mag nun nicht grundsätzlich für das Restaurant Marketing per E-Mail entscheidend sein. Ebenso gehört es zu Ihrer Restaurant Homepage oder zu den Merkmalen Ihres Blogs, dass Sie Ihren Lesern kulinarischen Rat geben oder Interessantes über Küche und Service ausführen. Dennoch sollte diese Möglichkeit nicht völlig außer acht gelassen werden, Ihre Leser, Interessenten und Kunden mit dem Argument zur Preisgabe ihrer persönlichen E-Mail-Adresse zu bewegen, dass gerade auf diesem Weg etwa besondere Informationen über Ihren Betrieb, Ihr spezielles Fachgebiet oder Tipps für die Gastronomie im Urlaubsland versandt werden.
2. Restaurant Marketing über E-Mail-Adressen – mit welchen Medien?
Es stehen Ihnen sicherlich alle Medien zur Verfügung, um Ihre Kunden von den Vorteilen Ihrer E-Mail-Aktionen in Kenntnis zu setzen. Es sollen hier nun das Restaurant Marketing per Internet und im Printmedium erwähnt werden – in beiden Fällen gibt es effektive Strategien.
a) Die Restaurant Homepage als „E-Mail-Sammler“
Interessenten, die von Ihren „Landingpages“, Ihren Internetpräsenzen auf den sozialen Medien, über Suchmaschinenabfragen oder auch über die klar sichtbare Angabe in Ihrem Hause selbst auf Ihre Homepage gelangen, können dort gleich zur Registrierung aufgefordert werden. Dies kann geschehen
- per E-Mail-Angabe über einen speziellen „E-Mail-Client“
Sie kennen selbst die Möglichkeit, die Ihnen geboten wird, sich auf allen möglichen Webseiten zum Empfang von Newslettern einzutragen. Nun handelt es sich bei Ihnen zwar nicht um den klassischen Newsletter (siehe oben), sondern um besondere Optionen. Dennoch gilt: Präsentieren Sie ein solches Eingabeformular auf jeder der Unterseiten Ihrer Restaurant Homepage. Unerheblich, wo Ihr Leser „hinklickt“ – indem ihm die Vorteile Ihrer E-Mails ständig „vor Augen“ bleiben, erhöht sich die Bereitschaft der freiwilligen und privaten Datenweitergabe.
- per „Tischreservierungs“-Tool
Nicht nur die übliche Online-Bestellung ist mit einer Bestätigungs-E-Mail verbunden. Sondern auch das Angebot, dass Interessenten auch Tische über Ihre Restaurant Homepage reservieren können. Doch warum sollten Sie die E-Mail Adressen Ihrer Gäste OpenTable oder Bookatable überlassen. Sie können fast mit jedem guten E-Mail Marketing Anbieter ein eigenes Reservierungs-Tool einrichten und eine Bestätigungsmail verfassen die automatisch versendet wird. Ab sofort können Sie alle Besucher per E-Mail kontaktieren und z.B. Zufriedenheitsumfragen starten oder die Beziehungen pflegen – einmal den Autoresponder eingerichtet – geschieht dies auch vollautomatisch!
- per direkter E-Mail an Sie
Natürlich geben Sie Ihre Kontakt-E-Mail (oder die Ihres Kundenservices) nicht nur im Impressum an. Sondern auch diese gehört deutlich lesbar auf jede Unterseite jeder Restaurant Homepage.
b) Auch Printmedien helfen beim Restaurant Marketing
E-Mail-Marketing ausschließlich über das Internet zu betreiben, bleibt generell kostenlos. Doch so ganz wird kein Restaurant auf Printmedien verzichten können (doch je mehr Sie dies tun, desto mehr präsentieren Sie sich als Umweltschützer und gewinnen auch diese Zielgruppe). Zwei Dinge bleiben jedoch interessant:
- die Speisekarte
Präsentieren Sie Ihre Speisekarte als mitnehmbares Faltblatt. Ein Abschnitt kann abgetrennt werden, auf dem der Kunde seine E-Mail-Adresse bei Ihnen hinterlässt.
- die Geschichte Ihres Hauses
Dieselbe „Faltblatt“-Idee ist gegebenenfalls auch dabei interessant, Kunden ein allgemeines Info-Blatt über Ihr Haus mitzugeben. Entstehungsdatum, Geschichte, Servicepalette – es kann sich hierbei sicherlich um die Informationen aus Ihrer Restaurant Homepage handeln. Doch nicht jeder Kunde, der erstmals – auch völlig zufällig oder in Begleitung – Ihr Haus betritt, weiß nicht unbedingt, ob und wie Ihre Internetpräsenzen auffindbar sind oder wie Sie kontaktiert werden können. Bei interessantem Design und attraktiven Vorteilen gelingt Ihnen auch auf diesem Weg das Restaurant Marketing per E-Mail.
